Facheinrichtung für Seniorenpflege / Altenpflege & Schwerstpflege

Wir beschäftigen ständig mehrere Zivildienstleistende ("Zivis") bei uns im Haus und freuen uns über Ihre Bewerbung!

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Gut Retzen Therapie- und Pflege GmbH
z.H. Brigitte Richter
Retzen 5-7
27305 Süstedt
Tel.: (0 42 40) 93 00-11


2007-05-09, Moritz Zeller und Björn Wichmann als "Zivis" in der Therapie- und Pflegeeinrichtung Gut Retzen.

SÜSTEDT. Moritz Zeller und Björn Wichmann arbeiten derzeit als Zivildienstleistende in der Therapie- und Pflegeeinrichtung Gut Retzen in Süstedt. Nichts ungewöhnliches - wenn die beiden "Zivis" nicht so begeistert von ihrer Arbeit wären, dass sie kräftig für den Zivildienst werben möchten. "Nutz deine Chance", fordern die beiden Zivildienstleistenenden junge Männer auf, die vor der Wahl Wehrdienst oder Zivildienst stehen. "Du denkst, nach der Schule nicht direkt an eine Ausbildung oder ein Studium anzuknüpfen, sei reine Zeitverschwendung? Aber muss man den Zivildienst unbedingt als ein verlorenes Jahr ansehen"? Moritz Zeller und Björn Wichmann finden jedenfalls, dass Zivildienst nicht nur Abwechslung, sondern auch Motivation in den trockenen Alltag bringt. Moritz Zeller ist nach seinem Abitur im September vorigen Jahres in die Einrichtung gekommen, und Björn Wichmann, der gerade seine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann abgeschlossen hat, im Januar dieses Jahres. "Mir ist der Kontakt mit Menschen wichtig", erklärt Björn Wichmann seine Entscheidung, Zivildienst zu leisten. "Der Umgang mit Menschen macht mir einfach Spaß."

"Mit der Bundeswehr hatte ich sowieso noch nie was am Hut", formuliert Moritz Zeller seine Beweggründe. "Zu Anfang hatte ich schon Bedenken", erinnert sich Moritz Zeller an die ersten Tage seiner Arbeit mit pflegebedürftigen Menschen. "Aber ich habe mich schnell daran gewöhnt". Björn Wichmann räumt anfängliche Probleme ein: "Ich hatte da schon mehr Schwierigkeiten, hatte Angst, das ich was falsches sage". Schnell stellten die beiden fest, dass man eigentlich nichts falsches sagen kann. "Man muss ganz normal mit denen reden. Nicht so kutschi, kutschi wie mit einem Kleinkind", findet Moritz Zeller.

Im Gut Retzen werden die Zivildienstleistenden in der ersten Hälfte des neunmonatigen Zivildienstes in der Küche eingesetzt. "Da hat man zwar nicht ganz soviel Kontakt zu den Bewohnern, aber man lernt schon mal die Namen kennen", erzählt Björn Wichmann. "Man hilft bei der Vorbereitung der Mahlzeiten, beim Abwasch und geht mit zum Einkaufen". In der zweiten Hälfte des Zivildienstes helfen die "Zivis" bei der Stationsarbeit. "Wir füllen die täglich benötigten Sachen auf, Getränke oder Wäsche", erklärt Moritz Zeller. "Bei schönem Wetter gehen wir mit den Bewohnern spazieren, lesen vor, spielen mit ihnen Gesellschaftsspiele oder man unterhält sich einfach nur mit ihnen". "Wir werden von allen mit Respekt behandelt. Hier ist so ein tolles Arbeitsklima, dass man Arbeiten gerne freiwillig übernimmt", beschreiben beide ihren Zivildienst. Bei manchen Schicksalen können die beiden auch nach Feierabend nicht so ganz abstellen. "Manches nimmt man schon mit nach Hause", meint Wichmann. "Ich fahre jetzt mit dem Auto immer langsamer", sagt Zeller, denn im Gut Retzen werden auch Menschen betreut, die durch einen Unfall pflegebedürftig wurden. Nach dem Zivildienst möchte Moritz Zeller in Berlin studieren, und Björn Wichmann wird für den Betrieb, in dem er gelernt hat, nach Braunschweig gehen.

Beide sind sich einig, die Zeit nicht vergeudet zu haben: "Man tut etwas Gutes und Sinnvolles"!

Zeitungsartikel in der Wochenpost, Mittwoch, 9. Mai 2007


 
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