Wachkoma-Therapie und -Pflege voller Mitgefühl: Gut Retzen
Karneval 2016

 

 Auch wir feierten am 08.02.2016 mit unseren Bewohnern Karneval  !

 

                       

              


Vortrag zum Thema: multiresistente Erreger 07.10.2015
Die Problematik mit multiresistenten Erregern taucht nicht nur in den Medien immer wieder auf. Auch in unserer Einrichtung spielt dieses Thema in vielerlei Hinsicht eine Rolle. Grund genug für uns, uns näher mit dem Thema zu beschäftigen und zu recherchieren. So sind wir mit Herrn Peter Bergen vom niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA) in Hannover in Kontakt gekommen, der uns bereits eingehend beratend zur Seite gestanden hat.
Am Mittwoch den 7.10 hielt Herr Bergen einen Vortrag in unserer Einrichtung, zu dem wir Angehörige und Mitarbeiter sowie Interessierte von Außerhalb eingeladen hatten. Herr Bergen referierte ausführlich und sehr informativ über die Thematik und gab anschließen Gelegenheit, Fragen zu stellen. Vor allem stellte er die Bedeutung heraus, die einer angemessenen Information aller Beteiligten zukommt. Oftmals würde durch teilweise richtige, aber unvollständige Informationen Misstrauen in medizinische Einrichtungen geweckt, welches den Umgang mit multiresistenten Erregern besonders für Betroffene und ihre Angehörigen verkompliziert und erschwert. Herr Bergen verwandte daher gute Beispiele und Erklärungen um auch medizinischen Laien den Sachverhalt zur Entstehung multiresistenter Erreger und des Umgangs in pflegerischen Einrichtungen verständlich zu machen. Insgesamt war es ein sehr informativer und hilfreicher Abend, der sicher nicht der letzte dieser Art gewesen sein soll.

Facebook

Facebook

Wer seit einiger Zeit immer wieder Gut-Retzen und facebook hört, und nicht weiß, was gemeint ist bekommt jetzt die Antwort. Wir waren am 19. Februar in Minden zu einer Veranstaltung zum Thema „Werbung in sozialen Netzwerken“. Dort  bekamen wir einen kleinen Einblick, wie man sich als Unternehmen präsentieren kann. Schon auf dem Heimweg war man sich darüber einig, dass dieser Weg auch für Gut-Retzen eine gute Möglichkeit ist, sich im Internet zu präsentieren. Die Geschäftsleitung gab grünes Licht, und Nicole, Timo, Benni und Roland fuhren am 12.03.2015 nach Minden zu Axel Schmidt. Er gab den Vieren viele Impulse und Ideen, wie man sich bei facebook präsentieren kann. Nun ist unsere facebook-Seite richtig zum Leben erwacht. Wir erhoffen uns von diesem Schritt der Öffentlichkeitsarbeit, dass Gut-Retzen als Unternehmen bekannter und auch vielleicht auch interessanter wird. Wir informieren nicht nur über Veranstaltungen, Ausflüge, Mitarbeiterjubiläen und Fortbildungen, sondern geben auch Informationen z.B. über die Begriffe Schlaganfall oder Schwerstpflege.Auch über eine bevorstehende Änderung des Bewertungssystems des Medizinischen Dienstes für eine Pflegeeinrichtung wurde bereits auf der Seite berichtet.Der Spaß kommt aber auch nicht zu kurz. So erschienen Brigitte Schöler und Benjamin Wessollek unverhofft auf der Geburtstagsfeier eines Bewohners, um da mal eben gute Laune zu verbreiten.Oder es wurde an die Zeitumstellung erinnert.

Also liebe Bewohner, Angehörige und auch Mitarbeiter,besucht uns auch auf unserer Facebookseite.


Kinderbetreuung

Retzer Waldwichtel

In der Vergangenheit hat sich das Haus immer wieder mit dem Thema hauseigener Kinderbetreuung auseinandergesetzt. Auch die Befragung bei den Mitarbeitern, stieß auf positives Interesse. Im letzten Jahr keimte die Idee auf, die zur Verfügung stehenden Gebäude für so eine Betreuung zu nutzen. Familie Richter konnte schnell eine Bekannte für die Idee der Betreuung begeistern, welche sich gleich für das Amt der Tagesmutter zur Verfügung stellte. Kurzerhand begannen dann die Umbaumaßnahmen des alten Stallgebäudes, welche nun so gut wie abgeschlossen sind.

Die Gestaltung der Räume wurde mit viel Liebe für‘s Detail den zukünftigen kleinen Gästen angepasst. Durch farbenfrohe Farben an den Wänden und auf dem Boden, auch im Bad, sollen sich die „Retzer Waldwichtel“ wohl fühlen. Den Kindern steht ein großer Raum zum spielen, malen, toben und basteln zur Verfügung, die kleine Kochecke lädt zum Pfannkuchen backen ein. Ein zweiter, kleinerer Raum wird zukünftig der „Ruheraum“, in denen die Kinder ihrer Mittagsschlaf halten können. Aber auch das große Außengelände lädt zum spielen und erkunden ein.

Ab dem 01. September 2014 soll es nun losgehen. Dann eröffnet unsere hauseigene Kinderbetreuung für Kinder unter 3 Jahren. Die Betreuung übernimmt Frau Gabriele Führmann als Tagesmutter. Der Zeitraum der Betreuung wird zunächst von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr gewährleistet, der aber unter Umständen durch eine zweite Tagesmutter erweitert werden kann. Interessenten können sich gerne bei uns in der Verwaltung melden oder direkt über die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen bei Frau Gisela Ravens unter der Telefonnummer 04252/391-115.

 


Musikfest

Was waren denn das für Töne??

Am 01.06.2014 fand in unserem Haus einmal ein Musikfest für Bewohner und Angehörige statt, wie wir alle es bisher in dieser Art noch nicht erlebt hatten.Andrea Landsberg, die Heimleiterin, konnte für dieses Fest  zwei Live-Bands gewinnen. Beide Bands wechselten sich im Laufe des Nachmittages immer wieder ab.Zum einen die Gruppe „Vierer Pop“, deren „Stimme“ uns wohl bekannt ist, nämlich von dem Physiotherapeuten Jost. Mit selbstgeschriebenen Songs,  eingängigen Melodien und Texten, die zum Nachdenken anregten, übernahm  diese Gruppe den etwas ruhigeren Teil.Zum anderen die Gruppe „Ronja’s Räuber“. Ronja war ein Mitglied der einst von Pro7 gecasteten Girl-group Queensberry. Sie übernahmen den rockigen Teil des Festes mit Songs von u.a. Mike Oldfield, Joe Cocker und Tina Turner.Bei Kaffee und Kuchen genossen die Bewohner und Angehörigen diesen Nachmittag. Der sehr abwechslungsreiche Tag klang dann mit einem gemeinsamen Grillabend aus.Ein herzliches Dankeschön auch an das komplette Mitarbeiterteam für die tolle Unterstützung. Es war eine gelungene Veranstaltung, die sicher in ähnlicher Form wiederholt werden wird.


Musikfest
Wir laden ganz herzlich ein zum Musikfest für Bewohner und Angehörige am 01.06.2014 von 14.00 Uhr bis ca. 18.00 - 19.00 Uhr.

Den musikalischen Part übernehmen Viererpop und Ronja’s Räuber.


Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Wir bieten Kaffee und Kuchen an und möchten den Tag mit einem gemeinsamen Grillen ausklingen lassen.

Zur besseren Planung bitten wir Sie, sich bis spätestens bis zum 23.Mai anzumelden.

Adventausstellung

Adventausstellung

In gemütlicher Atmosphäre zeigen wir floristische Adventdekorationen, Goldschmiede- und Tiffanyarbeiten, traditionelles aus dem Erzgebirge, handgefertigte Accesoires, Gusskeramik sowie feine Naschereien.

Das Ganze findet statt am:

Sonntag den 24.11.2013 von 11.00 - 18.00 Uhr,  sowie am
Montag den 25.11.2013 von 12.00 - 17.00 Uhr

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Infoveranstaltung

Infoveranstaltung für Angehörige

Liebe Angehörige,
am Mittwoch, den 21. August findet in unserer Einrichtung von 16.00-18.30 Uhr eine Informationsveranstaltung zum Thema „Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung“ statt. Die Dipl. Medizinpädagogin Simone Kreißig wird durch die Veranstaltung führen und sich anschließend Ihren Fragen stellen.


Schüler gesucht!

Im laufenden Jahr 2013 suchen wir noch Altenpflegeschüler zur Verstärkung unseres Teams!

Für nähere Informationen melden Sie sich gerne bei unseren Pflegedienstleitungen Nicole Gaumann (0 42 40  93 00 27) oder Roland Arndt (0 42 40  93 00 26).


Tag der offenen Tür

Tag der offenen Tür am 30.06.2012

Wir öffnen unser Haus wieder für die Öffentlichkeit, für Interessierte und Betroffene. Der Termin steht - 30. Juni 2012!

Neben allgemeinen Informationen und Unterhaltung werden wir auch wieder eine Reihe sehr interessanter Fachvorträge und Workshops zu wichtigen aktuellen Themen anbieten. Laden Sie sich hier unser Programmheft als PDF hinunter.

Wir freuen uns auf Sie!

 

 



Offener Vortrag im August

Vortrag zum Thema Schlucken und Schluckstörungen, die Trachestomie als Pneumonieprophylaxe

Am: 20.08.2011 
Uhrzeit: 14.00 Uhr
Wo: Gut-Retzen, 27305 Süstedt
Dozent: Dr.med Oliver Goldschmidt

Der Vortrag soll Bewohner, Angehörige, Mitarbeitern, sowie alle Interessierten ansprechen. Der Vortrag dauert ca. 1 – 1,5 Stunden. Anschließend kann nach einer kurzen Pause in eine ca. 30 minütige offene Diskussion übergegangen werden. Im Anschluß steht Dr. Goldschmidt Ihnen gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.


Adventsausstellung!

Am Sonntag, den 25.11.2012 von 11.00 – 18.00 Uhr und am Montag, den 26.11.2012 von 13.00 – 18.00 Uhr findet in unserem Pavillon eine Adventausstellung statt.

In gemütlicher Atmosphäre werden Adventsdekorationen, Tiffanyarbeiten, Schmuck und andere Geschenkideen ausgestellt.

Seien Sie herzlich willkommen - und bringen Sie viele Leute mit!



"Musik-Erlebnis-Session"
In unserer monatlichen "Musik-Erlebnis-Session" wird Musik als Weg zu einer ganzheitlichen Sinneserfahrung benutzt. Begegnung, Wahrnehmung, Bewegung, Mitteilung, Selbsterfahrung, Erinnerung, aber vor allem auch pure Lebensfreude werden durch Musik vermittelt und erfahrbar gemacht.

Die Bewohner haben die Möglichkeit, je nach Ihren Fähigkeiten und Neigungen, mit Rhythmusinstrumenten aus einem vielfältigen Angebot an dem Musikerlebnis teilzunehmen oder einfach nur den Beat und die Klänge auf sich wirken zu lassen. Den Emotionen wird hierbei freier Lauf gelassen. In erster Linie ist die "Musik-Erlebnis-Session" rhythmusbetont, sie wird jedoch regelmäßig auch durch Gesangseinlagen bereichert.

Geleitet wird die Gruppe von Kristian Vogelberg, einem professionellen Musiker und Multiinstrumentalist, und von Jost v. Scheven, einem Physiotherapeut mit langjähriger Banderfahrung sowie einer musikpädagogischen Zusatzqualifikation. Gesangliche Unterstützung kommt von Sarah Ehlers, einer professionellen Bandsängerin.

 


 

 


Schädel-Hirnpatienten in Not e.V.

Der Bundesverband - Hilfe für Betroffene

Der im bayrischen Amberg sitzende Bundesverband ist das Zentralorgan der Schädel-Hirnverletzten Patienten im Wachkoma und deren Angehörigen in Deutschland....

Archiv

Hier finden Sie ältere Artikel aus dieser Rubrik

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

2009.09.20
2. Herbstmarkt auf Gut Retzen

Am 20.09.2009 fand der 2. Herbstmarkt auf Gut Retzen statt. Nach dem überwältigenden Erfolg des 1. Herbstmarktes vor zwei Jahren hatten wir uns sehr auf diesen Tag gefreut. Bei strahlendem Sonnenschein und fast sommerlichen Temperaturen kamen wieder mehrere tausend Besucher aus Nah und Fern, um einen schönen Tag in auf unserem malerischen Gut Retzen zu verbringen.

 

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

2007-10-15
Überwältigende Resonanz beim 1. Herbstmarkt auf Gut Retzen
Bei strahlendem Wetter fand am Sonntag, den 14. Oktober 2007 der erste Herbstmarkt auf Gut Retzen statt.

Über 50 Aussteller waren mit Ihren Verkaufständen vertreten, ein vielseitiges Rahmenprogramm mit Beiträgen von Rockmusik über Country-Dance bis zu Einsatzübungen der Jugendfeuerwehr Bruchhausen-Vilsen rundeten das Programm ab.

Und die Leute kamen in Scharen. Weit mehr als 5.000 Menschen strömten während des Tages über das schöne Rittergut und sorgten teilweise sogar für Stau auf den Zufahrtswegen. "Wir freuen uns riesig über diese überwältigende Teilnahme an unserem Herbstmarkt", freut sich Christof Richter, Assistent der Geschäftsleitung. "Den ganzen Tag über verlief hier alles in einer herrlich entspannten und fröhlichen Atmosphäre und wenn man sich die Gesichter der vielen Besucher angeschaut hat, dann denke ich, ist der Funke von Gut Retzen übergesprungen".

Fotos vom Herbstmarkt finden Sie unter "Bildergalerie".

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

2007-10-15
Wiederholung wahrscheinlich
Erster Herbstmarkt auf "Gut Retzen" / Zahlreiche Gäste, viele Stände, buntes Rahmenprogramm

SÜSTEDT (nah) - "Wir freuen uns ganz besonders, dass so viele Leute gekommen sind" - Christof Richter, Assistent und Sohn der Geschäftsführer, zog gestern beim ersten Herbstmarkt auf "Gut Retzen" in Süstedt positive Bilanz. Zahlreiche Gäste schauten sich an über 50 Ständen die unterschiedlichsten Artikel an. Außerdem sorgte ein buntes Rahmenprogramm für Kurzweil. Interessierte erhielten außerdem einen Einblick in die Therapie- und Pflegeeinrichtung. Bei strahlendem Sonnenschein hatten zahlreiche Aussteller auch draußen bei den großen, bunten Bäumen ihre Stände eingerichtet. Die Bewohner der Einrichtung und die Besucher stöberten in herbstlicher Atmosphäre in Dekorativem und Nützlichem. Während die Einen Schmuck, Blumen oder Bücher kauften, wappneten sich Andere bereits für den Winter. Für die warmen Füße gab es Körnerschuhe am Stand von Gisela Köhler. "Das ist für die Bewohner wirklich toll", betonte sie.

Geschenkartikel für das Weihnachtsfest wechselten die Besitzer. So gab es neben Laubsägearbeiten handgemachte Weihnachtskrippen. Skulpturen und andere Kunstwerke gab es gestern auch zu bewundern. Diese zeigten sich in unterschiedlichster Form: als Tiere, Brunnen oder Windspiele. Außerdem schauten Interessierte Norbert Koppe beim Flechten von Körben zu. Die Bewohner von Gut Retzen präsentierten auch einen Stand. Hier stöberten Interessierte in Futterampeln für Vögel, selbst gemalten Bildern und Baumschmuck.

Musik, Tanz und andere Show-Einlagen durften beim Herbstmarkt nicht fehlen. Die Rockband "Hau Drauf" der Lebenshilfe Verden machte Musik und die "Country & Western Tanzgruppe Drebber" führte Tänze vor. Einsatz-Übungen zeigte die Jugendfeuerwehr Bruchhausen-Vilsen und Umgebung. Außerdem sorgte eine Show-Truppe mit Hunden für Kurzweil.

Hauswirtschaftsleiterin Petra Knake hatte den Herbstmarkt "perfekt organisiert", fand Christof Richter. Eine Wiederholung der Veranstaltung ist wahrscheinlich: "So wie das angenommen wird, wird es nicht der letzte Herbstmarkt gewesen sein."

Zeitungsartikel in der Kreiszeitung, Montag, 15. Oktober 2007
Von Nathalie Hahn

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

2007-10-15
Vom Körnerkissen bis Blutwurst im Glas
Herbstmarkt auf Gut Retzen mit über 40 Ständen

SÜSTEDT. Besseres Wetter kann man sich als Veranstalter eines Herbstmarktes nicht wünschen. Bei strahlendem Sonnenschein genossen am gestrigen Sonntag die Besucher des ersten Herbstmarktes auf Gut Retzen die letzten wärmenden Sonnenstrahlen des Oktobers, umgeben von der wunderbar anzusehenden Kulisse des herbstlich verfärbten Waldes. Auf dem weiträumigen Gelände des Rittergutes boten mehr als 40 Stände ihre Ware feil, informierten über Interessantes zum Thema Gesundheit, Wohlbefinden und Pflege, verwöhnten die Besucher und die Bewohner des Gutes mit allerlei Leckereien. Das weitläufige Gelände und die gepflegten Parks des Rittergutes mit idyllischen Teichen und Brücken sind wie geschaffen für Veranstaltungen dieser Art, und da Kulturelles auf Gut Retzen ohnehin groß geschrieben wird, war die Idee von Familie Richter als Betreiber, statt eines Sommerfestes mal einen Herbstmarkt zu feiern, geboren. Mit viel Erfolg, wie sich bereits kurz nach der Öffnung am Vormittag zeigte.

Kulinarisch konnten die Besucher sich an frisch zubereiteten Speisen laben, oder aber Wurst im Glas, Marmeladen, Bio-Weine und Bio-Brot mit nach Hause nehmen. Anbieter aus der Samtgemeinde wie der Bio-Hof Meyer-Thoms und der "Heidsche Hofladen", beide aus Schwarme, hatten hier ein vielfältiges Angebot aufgebaut. An vielen Ständen gab es Kunsthandwerk in allen erdenklichen Formen, Stickereien, gebastelte Gruß- und Glückwunschkarten, Gestecke, selbstgenähte Taschen, Vogelhäuser, Metallskulpturen für den Garten. Aber auch schon Weihnachtliches war im Angebot. Etwa bei Angelika und Siegfried Krause aus Bruchhausen-Vilsen. "Ich schnitze, meine Frau verkauft", erklärte Siegfried Krause lachend die eindeutige Rollenaufteilung am Verkaufsstand. Aus Sperrholz sägt er mit einer kleinen Laubsäge filigrane kleine Kunstwerke aus, mal ein Schlitten, mal eine Lampe, Elche und Tannenbäume. Auf die Idee, in die größere Produktion einzusteigen, ist Krause so ganz nebenbei gekommen. "Ich habe für meine Nichte mal eine Puppenstube gebastelt. " Daraus hat sich dann mehr entwickelt, und so verkauft Krause heute mit Hilfe seiner Frau Angelika auf einigen Märkten in der Umgebung seine kleinen Holzarbeiten.

Dicht umringt war auch der Stand von Gisela Köhler aus Stuhr. Sie hatte zahlreiche Wellnessprodukte in Form von Kömergefüllten Kissen im Angebot. "Fassen Sie ruhig mal rein!" wurden die Standbesucher aufgefordert, ihre Hände in Schuhe zu stecken, die an die Beinkleider mittelalterlicher Spielleute erinnerten, denn sie waren aus Stoff. Und tatsächlich, die Hände wurden sofort warm. "Sehen Sie, und jetzt stellen Sie sich vor, ihre kalten Füße kämen da rein - toll oder?" Der Effekt war in der Tat überzeugend. Auch das Nackenkissen, das Gisela Köhler für Menschen mit Verspannungen empfiehlt, verfehlte seine Wirkung bei den Interessenten nicht. "Auch gerade für die Patienten hier im Haus oder andere pflegedürftige Personen sind diese Produkte sehr empfehlenswert", riet Gisela Köhler. Die Kissen oder etwa Schuhe sind mit Weizen gefüllt und aus Baumwolle genäht. Aber nicht nur erhitzt haben die Körnerkissen ihre Wirkung. "Man kann sie auch in den Kühlschrank oder die Gefriertruhe legen, dann wirken sie zum Beispiel gegen schwere Beine, Nasenbluten, Kopfschmerzen, Prellungen und Verstauchung."

Aufgescheucht vom plötzlichen Heulen einer Feuerwehrsirene schraken viele Besucher beim Bummel über den Herbstmarkt zusammen, doch die Organisatoren gaben gleich wieder Entwarnung. "Das ist die Jugendfeuerwehr Bruchhausen-Vilsen, die eine Einsatzübung zeigt", erklärte Brigitte Richter, Geschäftsführerin des Therapie- und Pflegezentrums Gut Retzen. Umringt von den vielen Besuchern des Marktes demonstrierte der Feuerwehrnachwuchs seine Fertigkeiten und Schnelligkeit zum Beispiel beim Schlauchausrollen. Darüber hinaus gab es ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Musik, Tanz und Showeinlagen.

Zeitungsartikel im Weser Kurier, Montag, 15. Oktober 2007
Von Karin Neukirchen-Stratmann

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

2007-09-01
Im Klimaspiel einen Punkt für Erich Honecker
In Retzen gingen gestern 44 Bewohner auf Schnitzeljagd

SÜSTEDT-RETZEN. Beim Politiker-Roulette kommt die Gruppe ins Grübeln. Dieser Brillenträger in der oberen Reihe... wie heißt der bloß? Nicht Kennedy, nicht Kohl, schon gar nicht Thatcher, das war nämlich eine Lady. Honecker! Stimmt, und der Punkt ist gerettet. Die Schnitzeljagd auf Gut Retzen geht in den Endspurt. Einen richtig spannenden Vormittag erlebten gestern 44 Bewohner der Pflege- und Therapieeinrichtung, als sie gemeinsam mit ihren Angehörigen, Pflegekräften und Therapeuten in die Quiz-Rallye starteten, um möglichst viele Aufgaben zu lösen. Und um Punkte zu sammeln. Denn die Besten wurden am Ende nicht nur mit einer Urkunde belohnt, sondern dürfen sich auch auf ein gemeinsames Essen freuen.

Neun Spielstationen hatten die Organisatoren, Ergotherapeutin Elisabeth Weisel, Logopädin Angela Strangemann und Physiotherapeut Nils Stössel, im Park aufgebaut. Inspirieren ließen sie sich dabei vom jüngsten Gipfel der großen Acht, und nannten ihren Parcours "Klimaspiel." Im übrigen folgte das Konzept der ersten großen Schnitzeljagd auf Gut Retzen, die den Bewohnern schon im vergangenen Jahr soviel Freude gemacht hatte. Das Thema damals war, ganz klar, die Fußballweltmeisterschaft.

In kleinen Gruppen machten sich die Schnitzeljäger gestern auf den Weg, um die Aufgaben zu lösen. Sie spielten das Politiker-Roulette, fischten mit der Angelleine im Pool nach Meeresgetier, zeigten sich zielsicher beim Windmühlen-Boßeln, grübelten über dem kniffligen Klima-Memory, erkannten Geräusche aus dem Lautsprecher, bugsierten "Tautropfen" in einen Ballkorb und gingen auf Sinnesreise durch fremde Länder und Kontinente. Riechen, fühlen, schmecken: da mussten zum Beispiel Kaffeebohnen am Duft erkannt, allerlei landestypische Gegenstände benannt oder Früchte zugeordnet werden. Als richtig knifflig erwies sich das Spiel mit dem niedlichen Namen "Schätzchen." Die Schnitzeljäger mussten einer Reihe Gegenstände und Lebensmittelpackungen Gewichte zuordnen. Und wer weiß schon, wie viel ein Kugelschreiber wiegt, oder ein Tennisball. Die Tüte Mehl, die Dose Fisch, der Tetrapack Milch - alles kein Problem, aber hat vielleicht schon mal jemand einen Bürolocher gewogen? Nach diesem Spiel, flachste ein Schnitzeljäger, haben die Gehirnwindungen Muskelkater.

Die Aufgaben waren aus dem Alltag gegriffen und sollten das kognitive Vermögen und die Beweglichkeit der Heimbewohner fördern. In den Gruppen wurden schwer gehandicapte Menschen von jenen mit größerer Fitness unterstützt. Und waren die Aufgaben auch noch so verzwickt, gemeinsam wurden sie gelöst.

Die Kranken absolvierten den Spieleparcours Seite an Seite mit ihren Therapeuten und Pflegern. Aber auch viele Angehörige waren gestern zum Heim gekommen, um mit auf Punktejagd zu gehen. Herzlich willkommen geheißen wurden auch Angehörige längst verstorbener Pflegebedürftiger, die immer einmal wieder zu Gast in Retzen sind und gerne helfen, wenn bei Veranstaltungen viele Hände gebraucht werden. "Da hat sich in den Jahren der Pflege eine tiefe Verbundenheit entwickelt", wusste Mit-Organisatorin Angela Strangemann. "Sie sind da, wenn wir Unterstützung brauchen."

Zeitungsartikel in der Kreiszeitung Sonnabend, 1. September 2007
Von Renate Schörken

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

2007-08-11
Auf vier Pfoten ganz sanft zum Erfolg
Patienten auf Gut Retzen lieben Therapiehund "Shinta"

SÜSTEDT - RETZEN. "Shinta ist noch jung, neugierig, quirlig, stets auf Entdeckungsreise. In den entscheidenden Momenten aber ist sie ganz ruhig, anschmiegsam, fast zärtlich. "Shinta", das ist ein Hütehund der niederländischen Rasse "Shapendoes", und auf dem Gut Retzen, Therapie- und Pflegeeinrichtung, als Therapiehund im Einsatz. "Wir arbeiten hier aber auch noch mit zwei Kaninchen", erklärt Roland Arndt, Pflegedienstleiter der Einrichtung. "Shinta" gehört zur Sprachtherapeutin Angela Strangemann, wird aber auch in der Ergo- und Physiotherapie auf Gut Retzen eingesetzt. "Die tiergestützte Behandlung ist erfolgreich", kann Pflegedienstleiter Roland Arndt bestätigen. "Die Bewohner haben sichtlich Freude an den Tieren." Das bestätigt auch Angela Strangemann. "Selbst Patienten, die vorher noch nie gelacht haben, lachen plötzlich, wenn die Kaninchen oder Shinta bei ihnen sind." Dass Tiere, und vor allem Hunde, erfolgreich in Therapien eingesetzt werden können, belegen zahlreiche Studien. Die positiven Effekte von Tieren auf Menschen sind zum Beispiel im Herz-Kreislauf-System zu messen, sie wirken Blutdrucksenkend, wirken Depressionen entgegen, sind motivationssteigernd, regen zu Aktivitäten an, fördern die Regeneration nach psychischen Belastungen und erleichtern die Kontaktaufnahme.

Bei den schwerstpflegebedürftigen Bewohnern von Gut Retzen liegen die Tiere auf einer Decke mit im Bett, so dass die Patienten direkten Hautkontakt haben. Andere Bewohner, die noch mobil sind, nehmen zum Beispiel Shinta mit auf einen Spaziergang im Park, oder freuen sich, wenn ihnen der Hund im Gang oder auf der Terrasse begegnet. Als ursprünglicher Hütehund gezüchtet, zeichnet sich ein Schapendoes vor allem durch seine ausgeprägte Suche nach Sozialkontakten aus. "Das gehört zu seinen Grundbedürfnissen", erklärt Angela Strangemann, die den Hund mit in die Einrichtung bringt. "Patienten werden durch den Kontakt mit den Tieren animiert, Bewegungen zu machen, die sie sonst nicht mehr machen würden, etwa einen Ball zu werfen, oder die Kaninchen zu streicheln."

Wichtig bei der Arbeit mit Therapietieren sei, "dass man sich 100 Prozent auf die Tiere verlassen kann", erklärt Angela Strangemann. Bei Shinta sei das auf jeden Fall gegeben. Die Idee, einen Therapiehund nach Retzen zu holen, hatte die Heimleitung. "Ich selber habe eine Bekannte, die mit ihrem Bordercollie mit behinderten Kindern schwimmt. Das hat mich überzeugt, auch mit der Therapie mit Tieren zu beginnen", erklärt Angela Strangemann. Auch Ergo- und Physiotherapeuten in Retzen nutzen die Tiere mittlerweile für ihre Arbeit.

"Shinta" hat nach der Welpenschule auch eine Balancierschule absolviert, wo sie lernte, über Balken und Baumstämme zu laufen. "Das ist wichtig für den unbedingten Gehorsam, den der Hund haben muss, will man mit ihm in der Therapie arbeiten", erklärt Angela Strangemann. Anfang nächsten Jahres wird Shinta eine spezielle Therapieausbildung in Achim erhalten, wo der Hund lernt, auf die Patienten einzugehen.

Bevor ein Hund als Therapiehund eingesetzt wird, muss er einen Wesenstest machen, muss gehorsam und geduldig und darf auf keinen Fall ängstlich sein. "Sonst besteht die Gefahr des Angstbeißens". Auf den Fluren und in den Aufenthaltsräumen von Gut Retzen hat Shinta längst alle Herzen im Sturm erobert, nicht nur bei den Bewohnern und Patienten, auch beim Pflegepersonal, die zwischendurch immer mal wieder eine Minute für Streicheleinheiten finden. Shinta genießt das sichtlich, legt sich bereitwillig hin und lässt sich kraulen, und auch das ein oder andere "Leckerli" fällt auf diese Weise für den kleinen Hütehund ab.

Zeitungsartikel im Weser Kurier, Sonnabend, 11. August 2007
Von Karin Neukirchen-Stratmann

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

2007-05-09
Man tut etwas Gutes und Sinnvolles
Moritz Zeller und Björn Wichmann als "Zivis" in der Therapie- und Pflegeeinrichtung Gut Retzen.

SÜSTEDT. Moritz Zeller und Björn Wichmann arbeiten derzeit als Zivildienstleistende in der Therapie- und Pflegeeinrichtung Gut Retzen in Süstedt. Nichts ungewöhnliches - wenn die beiden "Zivis" nicht so begeistert von ihrer Arbeit wären, dass sie kräftig für den Zivildienst werben möchten. "Nutz deine Chance", fordern die beiden Zivildienstleistenenden junge Männer auf, die vor der Wahl Wehrdienst oder Zivildienst stehen. "Du denkst, nach der Schule nicht direkt an eine Ausbildung oder ein Studium anzuknüpfen, sei reine Zeitverschwendung? Aber muss man den Zivildienst unbedingt als ein verlorenes Jahr ansehen"? Moritz Zeller und Björn Wichmann finden jedenfalls, dass Zivildienst nicht nur Abwechslung, sondern auch Motivation in den trockenen Alltag bringt. Moritz Zeller ist nach seinem Abitur im September vorigen Jahres in die Einrichtung gekommen, und Björn Wichmann, der gerade seine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann abgeschlossen hat, im Januar dieses Jahres. "Mir ist der Kontakt mit Menschen wichtig", erklärt Björn Wichmann seine Entscheidung, Zivildienst zu leisten. "Der Umgang mit Menschen macht mir einfach Spaß."

"Mit der Bundeswehr hatte ich sowieso noch nie was am Hut", formuliert Moritz Zeller seine Beweggründe. "Zu Anfang hatte ich schon Bedenken", erinnert sich Moritz Zeller an die ersten Tage seiner Arbeit mit pflegebedürftigen Menschen. "Aber ich habe mich schnell daran gewöhnt". Björn Wichmann räumt anfängliche Probleme ein: "Ich hatte da schon mehr Schwierigkeiten, hatte Angst, das ich was falsches sage". Schnell stellten die beiden fest, dass man eigentlich nichts falsches sagen kann. "Man muss ganz normal mit denen reden. Nicht so kutschi, kutschi wie mit einem Kleinkind", findet Moritz Zeller.

Im Gut Retzen werden die Zivildienstleistenden in der ersten Hälfte des neunmonatigen Zivildienstes in der Küche eingesetzt. "Da hat man zwar nicht ganz soviel Kontakt zu den Bewohnern, aber man lernt schon mal die Namen kennen", erzählt Björn Wichmann. "Man hilft bei der Vorbereitung der Mahlzeiten, beim Abwasch und geht mit zum Einkaufen". In der zweiten Hälfte des Zivildienstes helfen die "Zivis" bei der Stationsarbeit. "Wir füllen die täglich benötigten Sachen auf, Getränke oder Wäsche", erklärt Moritz Zeller. "Bei schönem Wetter gehen wir mit den Bewohnern spazieren, lesen vor, spielen mit ihnen Gesellschaftsspiele oder man unterhält sich einfach nur mit ihnen". "Wir werden von allen mit Respekt behandelt. Hier ist so ein tolles Arbeitsklima, dass man Arbeiten gerne freiwillig übernimmt", beschreiben beide ihren Zivildienst. Bei manchen Schicksalen können die beiden auch nach Feierabend nicht so ganz abstellen. "Manches nimmt man schon mit nach Hause", meint Wichmann. "Ich fahre jetzt mit dem Auto immer langsamer", sagt Zeller, denn im Gut Retzen werden auch Menschen betreut, die durch einen Unfall pflegebedürftig wurden. Nach dem Zivildienst möchte Moritz Zeller in Berlin studieren, und Björn Wichmann wird für den Betrieb, in dem er gelernt hat, nach Braunschweig gehen.

Beide sind sich einig, die Zeit nicht vergeudet zu haben: "Man tut etwas Gutes und Sinnvolles"!

Zeitungsartikel in der Wochenpost, Mittwoch, 9. Mai 2007

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

2007-03-28
Einfach, aber doch so sinnvoll
"Gut Retzen" führt die "10 Minuten-Aktivierung" ein.

SÜSTEDT. Die Therapie- und Pflegeeinrichtung "Gut Retzen" in Süstedt, Retzen 5-8, arbeitet seit Januar 2007 in ihrem Altenpflegebereich verstärkt nach dem ganzheitlichen Gedächtnistraining des deutschen Bundesverbandes für demenziell erkrankte Bewohner.

Die "10 Minuten-Aktivierung" bedeutet für alle Beteiligten ein maßgeschneidertes Angebot bieten zu können, da aufgrund der immer knapper werdenden Zeit des Pflegepersonals Betreuungsangebote - vor allem für demenziell erkrankte Bewohner - immer schwieriger in die Praxis umzusetzen sind. Man kann hier mit einem gezielten Angebot entgegen wirken. Hierbei ist es sehr wichtig, dass das gesamte Pflegepersonal Schulungen von Fachleuten zu diesem Thema bekommt. Dies geschah unter Anleitung von der auf Gut Retzen ansässigen Ergotherapiepraxis Weisel.

In einer einmaligen gemeinsamen Vorbereitung wurden sogenannte "Aktivboxen" oder ein "Aktivierungsschrank" hergestellt. In einer gemeinsamen Vorbereitung werden Schachteln zu bestimmten Themen (beispielsweise Garten, Geburtstag, Ostern usw.) mit Gegenständen bestückt. Jede Pflegekraft kann so ohne große Vorbereitung täglich eine "10 Minuten-Aktivierung" durchführen. Die Pflegekraft sucht sich zu einem bestimmten Thema die passende Box aus. Anschließend kann sie dann mit den betroffenen Bewohnern über die einzelnen Gegenstände aus der ausgesuchten Box sprechen. Ein wichtiger Aspekt dieser Fördermaßnahme ist es, für beide Seiten den Blick zu öffnen, damit man erkennt, was für ein Mensch einem hier begegnet. Für den demenziell Erkrankten sowie auch für die Pflegekraft soll es Freude in den Alltag bringen. Das Pflegepersonal hat sich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase sehr schnell auf diese Art der demenziellen Betreuung eingestellt und führt diese nun täglich selbstständig bei den betroffenen Bewohnern durch.

Wer neugierig geworden ist, kann in der Therapie- und Pflegeeinrichtung Gut Retzen genauere Informationen über dieses zielgerichtete Angebot erfahren. Die Telefonnummer lautet 0 42 40 93 00 26.

Zeitungsartikel in der Wochenpost, Mittwoch, 28. März 2007

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

2007-02-17
Bilderausstellung auf Gut Retzen!
Werke der Künstlerin Heike Stanik

Seit dem 19. Februar 2007 haben wir auf Gut Retzen das Vorrecht, Arbeiten der Künstlerin Heike Stanik aus Wietzen in unserem Wintergarten ausstellen zu dürfen. Die Ausstellung ist öffentlich und kostenfrei.

Herzlich willkommen!

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

2005-11-07
Großes Interesse am Thema Wachkoma
Therapieeinrichtung Gut Retzen präsentierte sich erstmals mit einem Aktionstag der Öffentlichkeit.

Süstedt. "Wo man wohnt, ist man zu Hause", ist auf der Internetseite vom Gut Retzen, der Therapie- und Pflegeeinrichtung in Süstedt zu lesen. Am gestrigen Sonntag konnten sich Angehörige, Freunde, Interessierte und Nachbarn im Rahmen eines "Aktionstages" davon überzeugen, dass die Bewohner der Einrichtung hier wirklich zu Hause sind, sich wie zu Hause fühlen.

Das liegt nicht zuletzt am Konzept. "Ein wesentliches Kennzeichen von Gut Retzen ist die gelebte soziale Integration von Menschen mit Behinderungen unterschiedlicher Schweregrade sowie nicht-behinderten Menschen", erklärt Christof Richter von der Geschäftsführung. Neben 90 Pflegeplätzen für Schwerstpflege gibt es 60 Plätze für Alterspflege, in denen aber nicht nur alte Menschen wohnen, sondern auch junge Menschen, die pflegebedürftig sind. "Und dieses Miteinander führt zu einer ganz besonderen Atmosphäre im Haus, da hier eben nicht nur behinderte oder alte Menschen leben, sondern eine Mischung aus allen Altersstufen und Krankheitsbildern".

Das Leben müsse auch auf den Fluren stattfinden, findet Richter. "Gerade auch die bettlägerigen Patienten genießen das". Dass das Konzept der Integration funktioniert, spürten die vielen Besucher am Aktionstag bereits beim Eintritt in das Haupthaus. Hier gab es einen kleinen Basar mit selbstgefertigten Sachen der Bewohner, vom gemahlten Bild bis zu gestrickten Socken.

Im großen Wintergarten war eine Ausstellung von Selbsthilfegruppen und Vertretern der Medizintechnik zu finden. Auf allen Gängen und Stationen gab es Informationstafeln, standen die Pfleger und Betreuer jederzeit Rede und Antwort für die vielen Fragen der Besucher. Diese kamen nicht nur, weil sie Angehörige auf Gut Retzen besuchen wollten. Viele wollten sich auch informieren über das große Angebot, etwa der Therapieabteilung, die jedermann offen steht, nicht nur den Bewohnern des Hauses.

Vor gut 15 Jahren hat das Ehepaar Richter begonnen, Pflegeplätze einzurichten. Davor war der Betrieb rein landwirtschaftlich geführt. "Nach und nach wuchs der Pflegebereich immer stärker, haben wir den ehemaligen Schweinestall und Scheunen um- und ausgebaut", erklärt Christof Richter, Sohn der Therapiezentrums- Gründer. Neben der Landwirtschaft wurde die Pflegeeinrichtung so zum zweiten Standbein für die Familie. "Aus den Reihen des Pflegepersonals kam dann der Wunsch, Wachkomapatienten aufzunehmen". So baute Gut Retzen seine Pflegestation für Schwerstpflege auf. Zu diesem Thema gab es am Aktionstag eine Fülle von Vorträgen, konnten die Besucher auch in Workshops aktiv selber Erfahrungen im Bereich der Ergotherapie, Logopädie oder einfach auch bei einem "Probesitzen" im Rollstuhl machen. "Wir möchten auf positive, mutmachende und würdevolle Weise über das Thema Wachkoma und Behinderung im Alltag informieren", erklärte Christof Richter. Der große Andrang zeigte, das dieses Thema offensichtlich auf breites Interesse stößt. Es war daher sicher nicht der letzte Aktionstag auf Gut Retzen.

Zeitungsartikel im Weser Kurier am Montag, 7. November 2005
von Karin Neukirchen-Stratmann

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


 
Gut Retzen
Retzen 5-7
27305 Süstedt

Telefon: (0 42 40) 93 00-0

eMail: info@gut-retzen.de