Palliativpflege bei Bremen: Palliativversorgung von Gut Retzen
Palliativpflege bei Bremen: Palliativversorgung von Gut Retzen
Palliativpflege heute: Gut Retzen

Professionelle Palliativpflege bei Bremen – Gut Retzen in Süstedt

Die letzten Tage und Stunden in Würde zubringen – dieses Ziel verfolgt professionelle Palliativpflege heute. Auf Gut Retzen bei Bremen erfahren unheilbar Kranke eine ganzheitliche Betreuung, deren erklärte Absicht die Linderung von Leid ist. Das Sterben gehört untrennbar zum Leben dazu. Wir helfen Palliativpatienten dabei, dem eigenen Tod in einem friedlichen Umfeld mit erhobenem Haupt zu begegnen.

"Palliative Care" bei Bremen

Aus tiefster Überzeugung pflegen wir palliativ. Gut Retzen bei Bremen ist schon seit vielen Jahren als spezialisierter Pflegeanbieter in der Multiple-Sklerose-Therapie engagiert. Mit diesen Erfahrungen als Hintergrund öffnen wir unsere Tore für jeden Erkrankten, der seine letzten Tage bei optimaler Pflege zubringen möchte. Dabei orientieren wir uns am Konzept des "Palliative Care". Unsere Hospiz-Gruppe und auch alle anderen Mitarbeiter unserer Pflegeeinrichtung agieren als Team, um die Palliativpatienten zu Begleiten, ihren Bedürfnissen gerecht zu werden und die Erkrankten wie auch ihre Angehörigen auf das Ende des Lebens vorzubereiten. Dabei haben unsere hervorragend geschulten Pflegekräfte immer ein offenes Ohr. Wir wollen den Betroffenen in ihrer verbleibenden Zeit vor allem die Möglichkeiten aufzeigen, die sie in ihrer Lage haben – das bedeutet es für uns, palliativ zu pflegen.

Das Gut Retzen in Süstedt bietet dafür eine idyllische und ausgesprochen friedvolle Atmosphäre. Das ehemalige Rittergut liegt etwa 30 Kilometer südlich von Bremen. Ein ausgedehnter Park und die weitläufige Geestlandschaft laden zum Entspannen und Nachsinnen ein.

Der ganze Mensch – was ist Palliativpflege?


Was ist Palliativpflege

"Was genau ist eigentlich Palliativpflege?" Diese Frage stellen sich viele Menschen. Das Wichtigste gleich zu Beginn: Palliativpflege beinhaltet sehr viel mehr als nur die Behandlung von Krankheitssymptomen!

Die normale Pflege will den Erkrankten wieder auf die Beine bringen und gesunden lassen. Die palliative Pflege verfolgt ein anders Ziel: Das nicht mehr abwendbare Ende der Krankheit – der Tod – wird akzeptiert. Die Pflege zielt nun darauf ab, die verbleibende Zeit für den Palliativpatienten so angenehm und erfüllt wie nur möglich zu gestalten. Alle Maßnahmen erfolgen unter dem Grundsatz "so viel wie nötig, so wenig wie möglich". Schmerzen, Übelkeit und andere Symptome werden bestmöglich gelindert, doch zugleich wird darauf geachtet, dass die Lebensqualität nicht durch pflegerische und medizinische Maßnahmen eingeschränkt wird. Die Palliativpflege verfolgt nicht das Ziel, das Leben des Menschen künstlich zu verlängern. Sie verfolgt aber ausdrücklich auch nicht das Ziel, das Leben künstlich zu verkürzen: Palliative Pflege ist keine aktive Sterbehilfe!

Palliativ zu pflegen bedeutet deshalb mehr, als nur die körperlichen Symptome einer Erkrankung zu lindern: Der ganze Mensch steht im Mittelpunkt der Maßnahmen! Darum werden auch psychosoziale und spirituelle Bedürfnisse des Palliativpatienten berücksichtigt. Auch die Angehörigen werden – soweit dies irgendwie möglich ist – in den Pflegeprozess mit einbezogen. Im Folgenden erfahren Sie, wie sich diese palliative Versorgung im Einzelnen gestaltet.

Palliativversorgung: Leid lindern und am Leben sein


Palliativversorgung

Palliativversorgung ist ein ganzheitlicher Ansatz: Die Linderung körperlicher Leiden ist nur ein Aspekt dabei. Es geht darum, dem Palliativpatienten in seinen letzten Tagen und Stunden ein erfülltes "Am-Leben-sein" zu ermöglichen. Darum erfolgen natürlich auch medizinische Anwendungen, um Übelkeit oder Schmerzen zu neutralisieren. Doch die palliative Pflege umfasst noch andere wichtige Aspekte:

  • psychologische Betreuung
  • spirituelle Betreuung
  • soziale Integration.

Auf den nahenden eigenen Tod reagieren viele Menschen mit Wut, Angst oder Schock. Mit psychologischen Beratungsgesprächen helfen wir den Betroffenen, mit diesen Gefühlen umzugehen und sie zu bewältigen. Die Angst vor dem Tod annehmen und sie in etwas Positives verwandeln – das ist der Zweck dieser Maßnahmen.

Das eigene Ende vor Augen, entdecken viele Palliativpatienten auch die Spiritualität für sich, für manche ist es sogar das erste Mal, dass sie über ein mögliches Jenseits nachdenken. Palliativpflege schließt darum prinzipiell auch spirituelle Betreuung mit ein. Die Pflegerinnen und Pfleger von Gut Retzen gehen auf die eventuell erwachende Religiosität unserer Bewohner ein, und selbstverständlich wird auf Wunsch auch ein Seelsorger hinzugezogen.

Palliativversorgung bedeutet auch, einem Betroffenen Rückzugs- und Ruheräume zu gewähren, wenn sie gebraucht werden, zugleich aber auch Vereinsamung und Isolation zu verhindern. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begegnen den Palliativpatienten darum mit großer Aufmerksamkeit und sensiblem Gespür. Auf Gut Retzen verstehen wir uns als eine soziale Gemeinschaft, aus der niemand ausgeschlossen wird.

Abschied und Gespräch – die Zeit nutzen

Palliativ zu pflegen, das schließt auch die Angehörigen des Palliativpatienten mit ein. Denn viele Menschen möchten die letzten Tage und Stunden dafür nutzen, Gespräche zu führen, Abschied zu nehmen oder vielleicht auch mit einem Testament die letzten Angelegenheiten zu regeln. Auch dafür bietet Gut Retzen selbstverständlich Raum. Doch Palliativpflege meint heute auch, die Angehörigen genauso zu betreuen, denn diese müssen darauf vorbereitet werden, einen geliebten Menschen bald zu verlieren. Für diesen Aspekt ist das Personal in unserer Pflegeeinrichtung ebenfalls intensiv geschult – denn der ganze Mensch, das ist immer auch das soziale Umfeld, das ihn begleitet.

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Der "gute Tod" – Palliativpflege gestern und heute

Die Palliativpflege heute ist jung und alt zugleich: Schon das europäische Spätmittelalter hatte (ins Religiöse gewendet) die Vorstellung von einem "guten Tod". Diese "Ars moriendi" (lat. für "die Kunst des Sterbens") manifestierte sich in zahlreichen Büchern, die – oft mit drastischen Illustrationen versehen – eine Anleitung für eine Art zu sterben anboten, die dem Seelenheil zuträglich sein sollte. Es ist bezeichnend, dass auch hier das Sterben im Rahmen einer sozialen Gemeinschaft empfohlen wurde. Damals war damit in der Regel der in das Familienleben eingebettete Tod gemeint. In der Gestalt von "Dämonen" wurde der Sterbende auch mit einzelnen psychologischen Zuständen konfrontiert, zum Beispiel mit der christlichen Todsünde des "Zorns" angesichts des unausweichlichen Endes – die Parallelen zu den oben erläuterten Aspekten der palliativen Pflege sind nicht zu übersehen.

Mit dem Aufkommen der modernen Medizin in der Neuzeit kam es dann zu einer starken Fokussierung auf das Heilen von Krankheiten, während die Betreuung von Sterbenden mehr und mehr vernachlässigt wurde. Erst in den 1960er-Jahren kam mit der modernen Hospizbewegung wieder der Blick auf den Prozess des Sterbens in der Medizin auf. Ihren Anfang nahm diese Entwicklung mit dem 1967 in London gegründeten "St. Christopher’s Hospice", dem ersten stationären Hospiz weltweit.

Die Palliativmedizin und mit ihr auch die Palliativpflege sind heute fest etabliert. Zahlreiche Krankenhäuser unterhalten Palliativstationen, und auch sehr viele andere Institutionen pflegen palliativ.

Palliative Therapie und die Versorgung am Gut Retzen

Die palliative Therapie innerhalb der Medizin verfolgt genau wie die palliative Pflege nicht das Ziel einer Gesundung des Patienten, sondern sie will die Lebensqualität des Erkrankten verbessern. Dabei kommen diese Teilaspekte zur Anwendung:

  • medikamentöse Behandlung
  • psychologische Behandlung
  • Palliativbestrahlung
  • palliative Chemotherapie
  • palliative Operationen.

Auf Gut Retzen können wir leider nicht die gesamte Bandbreite der palliativen Therapie abdecken. Palliativpatienten erhalten bei uns aber in jedem Fall eine fachkundige medikamentöse Behandlung von Schmerzen, Übelkeit und anderen Krankheitssymptomen. Auch die psychologische und seelsorgerliche Betreuung der Betroffenen ist zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Darüber hinaus kommen bei uns im Rahmen der Palliativversorgung auch Ergo-, Physio- und Sprachtherapeuten zum Einsatz, wenn die konkrete Situation eines Palliativpatienten dies erfordert.

Eine palliative Chemotherapie ist bei uns nur mittels Tabletten möglich. Palliativbestrahlung und palliative Operationen werden am Gut Retzen nicht durchgeführt. Sind diese Maßnahmen oder eine andere Form der Chemotherapie jedoch notwendig, so begleiten wir selbstverständlich die Fahrten dorthin oder organisieren die Krankenhausaufenthalte für unsere Bewohner. Dazu kooperieren eng wir mit den jeweiligen Kliniken oder Arztpraxen.

Gut Retzen: Ihre "Palliativstation" in Süstedt bei Bremen


Palliativstation bei Bremen

Eine Palliativstation ist üblicherweise Teil eines Krankenhauses, das ist Gut Retzen in Süstedt natürlich nicht. Doch als erfahrene und kompetente Pflegeeinrichtung haben wir uns ganz bewusst für Palliativpatienten geöffnet, denn der ganzheitliche Ansatz der Palliativpflege ist uns von anderen Schwerpunkten unserer Arbeit her bestens vertraut. Wir begreifen uns darum als alternative "Palliativstation" unweit von Bremen.

Betroffene erhalten bei uns eine Palliativversorgung, die medikamentöse, psychosoziale und seelsorgerliche Aspekte umfasst. Zwar können wir die palliative Therapie nicht in ihrer gesamten Bandbreite anbieten, doch durch die eingespielte Kooperation mit Arztpraxen und Krankenhäusern sind auch Chemotherapie, Bestrahlungen und Operationen für unsere Bewohner im Rahmen des Möglichen.

Im Gegensatz zu jeder Krankenhausstation bietet Gut Retzen jedoch die idyllische Lage eines früheren Rittersitzes mitten in der Geestlandschaft bei Süstedt. In dieser malerischen Umgebung nahe Bremen pflegen wir palliativ und mit größter Fürsorglichkeit. Wir bieten allen Betroffenen eine professionelle Palliativpflege in einer friedvollen und harmonischen Atmosphäre – das ist das Versprechen des gesamten Teams von Gut Retzen!


 
Gut Retzen
Retzen 5-7
27305 Süstedt

Telefon: (0 42 40) 93 00-0

eMail: info@gut-retzen.de